Der MietvertragBevor Ihr euren Mietvertrag unterschreibt, solltet Ihr ihn natürlich gelesen und verstanden haben. Stellt ruhig Fragen an den Vermieter, wenn es Unklarheiten gibt. Möchte Euch Euer Vermieter Eure Fragen nicht hinreichend beantworten, verlangt, dass ihr den Vertrag mit nach Hause nehmen dürft. Hier könnt Ihr Euch alles in Ruhe ansehen und Menschen zu Rate ziehen, die Ahnung von rechtlichen Dingen haben.
Normalerweise wird in einem Mietvertrag zunächst das Mietobjekt beschrieben. Dann wird die Mietzeit festgelegt (unbefristeter Mietvertrag oder Zeitmietvertrag). Geregelt werden außerdem die Mietzahlung (wann und wieviel), das Kündigungsrecht und die Instandhaltung der Wohnung. Meist bekommt man mit dem Mietvertrag auch eine Hausordnung ausgehändigt. Außerdem wird die Kaution festgelegt. Diese müsst Ihr meist bei Vertragsabschluss in bar bezahlen, aber es gibt auch andere Regelungen.
Es gibt gesetzliche Regelungen, was in einem Mietvertrag stehen darf und was nicht. Unterschreibt Ihr einen Vertrag,in dem sich unwirksame Klauseln befinden, sind diese trotzdem unwirksam. Hilfe beim Erkennen der unwirksamen Klauseln, gibt es zum Beispiel bei Mietervereinen, aber es gibt auch ausreichend Literatur zu diesem Thema.
Ist der Mietvertrag unterschrieben, folgt die
Wohnungsübergabe.
Jetzt bekommt ihr von eurem Vormieter die Schlüssel ausgehändigt und könnt die neue Wohnung wirklich eure Wohnung nennen.
Vorher solltet Ihr Euch aber nochmal genau anschauen, was in eurem Mietvertrag alles unter den Punkt "vom Mieter Instand zu halten und Instand zu setzen" fällt. Das können zum Beispiel Fenster, Türen, Klingel, Briefkästen, Klospüle, Gasgeräte und so weiter sein. Bei der Wohnungsübergabe solltet Ihr auf jeden Fall überprüfen, ob das alles in Ordnung ist.
Dann werden noch die Strom-, Wasser-, Heiz- und/oder Gaszählerstände abgelesen und ein Wohnungsübergabe-Protokoll unterschrieben. Normalerweise wird dieses Protokoll vom Vermieter organisiert. Falls dies nicht der Fall sein sollte, solltet Ihr euch, damit es keine Klagen gibt, ein Musterübergabeprotokoll auf der Seite eines Mietervereins herunterladen und das Protokoll selbst organisieren. Das kann eine Menge Ärger ersparen.
Nun kann es losgehen, der Umzug kann stattfinden.